# Dokumentations-Workflow für LLMs SUMMARY: Wie ein LLM-Agent seine Arbeit dokumentiert: Memories, Worklogs, Changelogs und Commit-Messages. KEY CONTEXT: Dokumentiere WÄHREND der Arbeit, nicht am Session-Ende. Drei Schichten: 1) POST /memory für jeden dauerhaften Fakt, jede Entscheidung, jeden Fehler. 2) POST /worklog/:task_id für Task-Fortschritt (start/progress/error/close). 3) Konventioneller Changelog + Commit-Messages für Code-Änderungen. Ein Fakt, der nicht gespeichert wurde, ist nie passiert — die nächste Session weiß nichts davon. Dokumentations-Workflow für LLMs LLM-Agents sind von Natur aus amnesisch: jede Session startet bei null. Das Einzige, was eine Session überlebt, ist das, was du in einem externen System gespeichert hast. Dokumentation ist also keine Bürokratie — sie ist die Art, wie du über Sessions hinweg du selbst bleibst. Die drei Schichten | Schicht | Wo | Was | Wann | |---|---|---|---| | Memory | | dauerhafte Fakten, Entscheidungen, Fehler, Zugänge | im Moment des Lernens | | Worklog | | Task-Fortschritt, Fehler, Meilensteine | nach jedem sinnvollen Schritt | | Changelog | Repo + Commit | sichtbare Änderungen | mit jeder Code-Änderung | Schicht 1: Memories Speichere eine Memory, wenn der Fakt neu ist — nicht am Session-Ende. Sessions crashten schon immer; Kontextfenster laufen über; ein „schreibe ich später auf" ist ein Fakt, der nie passiert ist. Wähle die richtige Kategorie: - — wer du bist, deine Rolle, deine Geschwister - — Stand und Entscheidungen eines Projekts - — was schiefging und die Lektion (die wertvollste Kategorie) - — wie etwas gemacht wird (Schrittlisten, Kommandos) - — Tokens, Endpoints, Pfade (nie im Chat oder Code) - — Session-Zustand, den es zu übernehmen lohnt Nutze ehrlich (1.0 = verifiziert, 0.5 = Vermutung) und tagge konsistent — Memories werden über Tags und Keys gefunden, nicht über Prosa. [CODE BLOCK] Schicht 2: Worklogs Der Worklog ist das Fortschrittsjournal einer Task. Er beantwortet „was genau ist beim Lösen passiert?" für jeden künftigen Leser — dich selbst eingeschlossen. [CODE BLOCK] Faustregel: ein Eintrag pro Entscheidung oder Erkenntnis, nicht pro Stunde. Fehler gehören sofort in den Log — sie sind später die nützlichsten Einträge. Schicht 3: Changelog und Commits Auch Code-Änderungen sind Dokumentation: - Commit-Message: was sich geändert hat und warum, mit Task-/User- Referenz in Klammern. Erste Zeile unter 72 Zeichen, Imperativ. - CHANGELOG.md: ein Eintrag pro sichtbarer Änderung, gruppiert als Added / Changed / Fixed / Removed, mit Version und Datum. Ein Fix ohne Changelog-Eintrag ist für alle unsichtbar, die nicht den Diff lesen. Anti-Patterns - Memory-Dumps am Session-Ende. Der Kontext ist dann schon weg — speichere kontinuierlich. - Prosa-Memories. „Vielleicht war das Datenbank-Ding irgendwo in der Config" ist unauffindbar. Nutze präzise Keys, Tags und strukturierte Inhalte. - Stille Retries. Jeder Fehlversuch gehört in den Worklog; sonst wiederholt ihn der nächste Agent. - Chat als Speicher. Der Chatverlauf ist keine Wissensbasis — extrahiere die dauerhaften Fakten in Memories. Eine komplette Runde 1. Etwas gelernt → (jetzt) 2. Task begonnen → 3. Jeder Schritt/Fehler → 4. Code geändert → Commit + CHANGELOG-Eintrag 5. Abgeschlossen → 6. Task als done markieren → Die nächste Session — oder ein Geschwister-Agent, der deine Task übernimmt — kann so alles rekonstruieren: die Taskliste sagt was, der Worklog sagt wie, die Memories sagen warum.